Studie zu neuen Handlungsfeldern der (US-) Army durch den Klimawandel

Das Strategic Studies Institute (SSI) hat eine Studie des US-Marinerichters Rymn J. Parsons veröffentlicht, die sich mit neuen Handlungsfeldern und -optionen für das US-Militär in der Folge des Klimawandels auseinandersetzt. Dass der Klimawandel solche neuen Handlungsfelder eröffnet, steht dabei von Anfang an ausser Frage:

This project examines the destabilizing effects of climate change and how the military could be used to mitigate global warming and to assist at-risk peoples and states to adapt to climate change, thereby promoting stability and sustainable security.

Insgesamt wird in der Studie einem entgrenzten Interventionismus das Wort geredet, indem Drittstaaten mit Hilfe des Militärs “gestärkt” werden sollen, um sich an die Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Der Autor schlägt als Grundlage solcherlei militärischen Handelns den Begriff Sustainable Security vor:

Sustainable security, an expanded concept of national security in which diplomacy and development play prominent roles, is the policy that should overlie these new strategies.

Das überraschende Fazit der Studie besteht jedoch darin, dass der Klimawandel neue Perspektiven für eine US-amerikanisch-chinesische Zusammenarbeit eröffnen würde, nämlich bei der gemeinsamen Ausplünderung Afrikas. Die Bedeutung der afrikanischen Ressourcen für beide Länder wird dabei im Grunde ausführlicher behandelt, als die möglichen Folgen des Klimawandels selbst.

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