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0190-Dialer -- die teure Gefahr

Die JPBerlin betreut viele Kunden und so ist dieses Thema für uns auch keine graue Theorie, sondern trauriger Alltag. Fälle, die hier mehrmals im Monat bei uns auf dem Schreibtisch landen und wirklich ernst zu nehmen sind.

Es gibt für MS Windows zahlreiche sogenannte "Dialer-Programme", die Windows manipulieren und dafür sorgen, dass sich der Computer fortan nur über sündhaft teure 0190-Rufnummern ins Internet einwählt. Entgegen weit verbreiteten Ansichten ist es nicht möglich, diese Dialer zu entdecken, da sie es mittlerweile auch schaffen weiterhin auf dem Bildschirm die alte Rufnummer des Providers anzuzeigen, in Wirklichkeit aber die teure 0190-Nummer zu wählen.

Der Schock kommt dann nach einigen Wochen mit der nächsten Telefonrechnung, wo die ganze Sache erstmals auffliegt. Wir haben hier in der JPBerlin Kunden zu betreuen, bei denen zum Teil Rechnungen über mehr als 8.000 EUR aufschlugen und bei denen nun Gerichtsprozesse zu führen sind, weil die Telefongesellschaften dieses Geld einklagen wollen.

Ich meine es also wirklich ernst, wenn wir von einer wirklichen Gefahr sprechen, die keinesfalls vernachlässigt oder unterschätzt werden sollte.

Es gibt keinen wirksamen Schutz!

Es ist derzeit nicht möglich sich gegen diese Dialer zu wehren. Jeder Windows-Computer ist anfällig, da es zahlreiche Sicherheitslücken in Windows gibt, die von Microsoft bis heute nicht geschlossen worden sind. Selbst bei Windows-Systemen die alle aktuellen Security-Updates eingespielt haben klaffen dieseLücken weiterhin und ermöglichen es den Dialer-Anbietern, dieser 0190-Dialer vom Nutzer unbemerkt und ohne dessen Wissen und gegen seinen Willen auf dem Rechner zu installieren.

Man kann sich davor derzeit nicht schützen, wenn man mit dem Internet Explorer im Internet surft. Man kann es nicht! Auch "vorsichtig sein" bietet keinen Schutz, da diese Dialer mittlerweile über so viele unverfängliche Webseiten verteilt und installiert werden, dass man ihnen schon beim normalen täglichen Surfen begegnet (und davon oft genug nichts merkt).

Einzige Abhilfe:
  • Endlich Windows wegwerfen und Linux benutzen. -Nochmal zur Erinnerung: Es drohen nachweisbar Schäden von rund 8.000 EUR oder mehr. Haben wir hier alles auf unseren Schreibtischen.
  • Wenn man schon Windows benutzt, so nicht den Internet Explorer. Der IE ist hauptverantwortlich für die Sicherheitslücken und das große Gefahrenpotenial. Es hilft schon sehr viel, wenn man auf andere Browser wie Mozilla/Netscape oder Opera ausweicht.
  • Und wer unbelehrbar ist und meint auf den IE nicht verzichten zu können oder zu wollen: Unbedingt ActiveX abschalten.

Wenn's gekracht hat keine Spuren verwischen!

Wenn der Schlamassel da ist und die megahohe Telefonrechnung ins Haus flattert: Keine Spuren verwischen, sonst hat man im Gerichtsprozess kaum Chancen!. Das Aller-aller-allerletzte, was man tun darf, ist, den 0190-Dialer zu entfernen oder Windows neu zu installieren!

Rufen Sie stattdessen sofort wirkliche Spezialisten, die den Rechner fachkundig sichern, die Programme analysieren und die Spuren so archivieren können, dass sie auch in einem späteren Prozess noch als Beweismittel taugen. Und mit "wirklichen Spezialisten" meinen wir keine Möchtegern-Windows-Bastler, wie sie an jeder Ecke stehen.

Gehen Sie mit dem Rechner nicht mehr ins Internet und holen Sie sich (von uns) professionelle, sachkundige, routinierte Hilfe. Wir haben seit vielen Jahren damit zu tun und bereits mehrere solcher Fälle betreut.
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Sicherheitslücke in Timthumb macht Blogseiten angreifbar

Eine Sicherheitslücke in dem Dienstprogramm Timthumb für Wordpress kann genutzt werden, um Wordpress-Blogs zu manipulieren. Der Entdecker der Sicherheitslücke stellt ein Patch zur Verfügung, der Entwickler will den Fehler korrigieren.

Quelle: http://www.golem.de/1108/85446.html

Hintertür in populären WordPress-Plug-ins

Eine in drei populären Plug-ins entdeckte Hintertür hat die WordPress-Entwickler dazu bewogen, alle Passwörter für WordPress.org zurückzusetzen und den Zugriff auf die Erweiterungsrepositories zu sperren. Wie die Hintertüren in AddThis, WPtouch und W3 Total Cache gelangt sind, ist noch unklar.

Bislang nimmt man an, dass nicht die Entwickler selbst sie eingebaut haben, sondern Angreifer an deren Zugangsdaten für die Konten gelangt sind und im Repository den Code manipulierten. Wie die Unbekannten an die Daten gekommen sein könnten, schreiben die Betreiber von WordPress.org nicht. Man untersuche den Fall derzeit noch, sicherheitshalber habe man jedoch ein Passwort-Reset durchgeführt – dies betrifft auch die Seiten bbPress.org und BuddyPress.org.

Die Backdoors in den Plug-ins sollen sehr gut getarnt gewesen sein. Die WordPress-Entwickler haben die alten Versionen ohne Backdoor in die Repositories wieder zurückgespielt. Wer die genannten Plug-ins nutzt und in den letzten Tagen aktualisiert hat, sollte die Update-Seite erneut besuchen und die dort angebotene Version erneut installieren. Damit sollen die potenziellen Backdoors wieder aus dem System verschwinden – sofern ein Angreifer nicht bereits ins System eingedrungen ist und weitere Zugänge etabliert hat. (dab)

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Hintertuer-in-populaeren-WordPress-Plug-ins-1265218.html

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