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Ischinger übertönt! Rektorat zur Rede gestellt!
Verfasst von Gast am Do, 04/15/2010 - 21:58.
Die heutige Diskussionsveranstaltung des Reservistenverbandes in einem der renommiertesten Räume der Universität und mit Unterstützung der Universität ging dank der Initiative einiger Studierender und Friedensbewegter nicht reibungslos über die Bühne. Wolfgang Ischingers Referat ging im lautstarken Protest unter, die Veranstalter sahen sich gezwungen die Polizei zur Hilfe zu rufen. Einige Zeit nach dem Eintreffen der grünen Ordnungsfreunde verließen die Protestierenden den Veranstaltungsraum, labten sich am doch eher mickrigen Buffet der Militaristen und zogen weiter richtung Rektorat. Dort wurde panikartig die Eingangstür verschlossen, einige Demonstranten konnten sich aber dennoch Zutritt verschaffen und zunächst einen Prorektor, dann den Rektor selbst dazu bewegen Stellung zu nehmen. Der Rektor zeigte sich verwundert über das Logo der Universität auf der Unterstützerliste der Reservistenverbandsveranstaltung und kündigte eine öffentliche Distanzierung an. Juri PS: Anwesend bei der Diskussionsveranstaltung waren auch drei junge Männer mit offensichtlich burschenschaftlichem Hintergrund, die systematisch Gesichter der Protestierenden abfotographiert haben. Namen und politischer Hintergrund dieser drei Hobbyfotographen werden im Lauf der nächsten Woche veröffentlicht. Bilder: |
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Namen veröffentlichen...
"Namen und politischer Hintergrund dieser drei Hobbyfotographen werden im Lauf der nächsten Woche veröffentlicht."
Wollt ihr nicht gleich zum lynchen aufrufen?
Wäre jedenfalls ehrlicher...
..
Das hat mit Gewalt nix zu tun. Es geht darum, dass diese Leute auch nach wiederholter Aufforderung das zu lassen, Gesichtsfotos von vermeintlichen "Linken" gemacht haben. Wenn man in Betracht zieht, aus welchem Milieu die kommen, ist das für die Fotographierten gefährlich. Und wenn man vorher weiß, wer da fotographiert, kann man sich entsprechend schützen ( nur gleich im vorhinein; auch damit ist keine Gewalt gemeint, sondern mit "schützen" ist lediglich gemeint, dass man denen eben nicht sein Gesicht präsentiert).
Woher kommt die Vermutung des Hintergrundes?
Da ein burschenschaftlicher Hintergrund vermutet wird, scheint es doch eher in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Die angestrebte öffentliche Bekanntmachung der Herren tendiert wohl mehr dahin, dass sich eben diese "schützen" müssen. Vielleicht wäre es etwas klüger, die möglichen Verbindungsmitglieder direkt nochmal anzusprechen, als hier Namen und "politsche Hintergründe" (trägt sicherlich dem Schützenswerten bei) zu veröffentlichen.
Ansonsten gebe ich vollkommen Recht: wer nicht fotografiert werden will, soll dieses Recht auch erhalten.
Es gibt kein Recht, nicht
Es gibt kein Recht, nicht fotografiert zu werden. Jeder darf Fotos machen, von wem und von was er wann will. Beim Recht am eigenen Bild geht es nur um die Veröffentlichung der Bilder - wozu übrigens die Weiterleitung zur Strafverfolgung nicht zählt ;-)
Höflichkeit
Ich weiß, dass es das nicht gibt. Ich dachte auch eher an die reine Höflichkeit ;-)
Sorry
Sorry, aber warum bitte soll *irgendwer* mit Höflichkeit einem Mob gegenüber reagieren, der gerade eine Veranstaltung auf billigste Art und Weise gesprengt hat, die man aus Interesse am Thema besucht hat?
"Das hat mit Gewalt nix zu
"Das hat mit Gewalt nix zu tun."
Nee, is klar... Und wenn dann einer von einem etwas "übereifrigen" Menschen verprügelt wird, dann immer schön jede Schuld an der Gewalt von sich weisen.
Zum kotzen diese Heuchelei!
Ich bin auch von einem der
Ich bin auch von einem der Möchtegern-Soldaten (schade, dass sie´s nicht sind, sonst bestünde immerhin die - wenn auch kleine - Möglichkeit, dass sie schon im Krieg für ihr Vaterland heldenhaft "gefallen" wären) abfotografiert worden und würde eine Veröffentlichung der Namen sehr begrüßen, da der Betreffende sich weigerte, das Foto zu löschen, obwohl ich ihn darum bat (das einzige, was ihm dazu einfiel, war die Frage (oder das Angebot?), ob ich "gewalttätig" werden wolle).
Als die Bauern in Tübingen
Als die Bauern in Tübingen Hunger litten und aus grundlegender Not heraus den Aufstand versuchten, wer sprang den Tübinger Bürgern zur Seite um den Pöbel klein zu halten? Die Studentenschaft.
Als die Nazis die Macht ergriffen, welche Uni war als zweite (nach Erlangen) in vorauseilendem Gehorsam mit dabei? Die Tübinger Uni und ihre Studenten.
Das traurige an konservativ denkenden Menschen ist ja, das sie aus ihrer kindlichen Unsicherheit nie herausgekommen sind und die Positionen ihrer Eltern übernommen und nicht hinterfragt haben.
Man muss Mitleid haben mit so viel Unselbstständigkeit, und man muss diesen Menschen antun was sie ihren Gegnern antun würden. Damit man nicht besser ist als sie sondern auf gleicher Ebene mit ihnen umgeht.
atomwaffenfreie Welt
Liebe Leute
Ist Euch schon einmal der Gedanke gekommen, dass die Fotografen den Redner Ischinger im Blick hatten und nicht die Störer? Ich glaube Ihr nehmt Euch ein bisschen zu wichtig. Viel Vergnügen bei der Suche nach meinem „burschenschaftlichen Hintergrund“. Der existiert nämlich nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Einer der Hobbyfotografen
Antwort
1.) Ich habe persönlich mit Engler gesprochen, und kann bezeugen, dass er das Engagement derer, die hier als "Störer", die "noch nie etwas für den Staat geleistet haben", dem des Reservistenverbandes vorzieht. Zweitens kann ich bezeugen, dass er mehrfach angekündigt hat Frau Laniks Vita eingehend zu prüfen, weil ihm die Informationen über ihre Tätigkeiten (unter anderem beim quasi-Auslandsgeheimdienst der Bundeswehr) und Publikationen bis dato unbekannt waren.
2.) Es gab zwei verschiedene Reihen Hobbyfotographen. Vom Eingang aus links in der zweiten Reihe saßen drei Leute aus den Straßburger Burschenschaften in Tübingen. Vom eingang aus rechts saßen Leute die dem Reservistenverband und dem BSH zuzurechnen sind (wobei zumindest einer der drei auch burschenschaftlichen Hintergrund hat, aber nicht in Tübingen). Also lieber "Hobbyfotograph", wo bist denn Du gesessen?
3.) Ischinger lautstark zu stören ist legitim. Seine Rolle bei der Zerschlagung Jugoslawiens, seine Position zum Afghanistan-Krieg und vor allem seine Funktion als Organisator der Münchner Sicherheitskonferenz machen ihn eben zu einer Figur, der manche kein Forum bieten wollen. Im übrigen noch einmal für diejenigen, die es nicht mitbekommen haben: Es ging bei dem Protest nicht primär um das diskutierte Thema: Es geht darum, dass die Uni eine Zivilklausel besprochen hat (übrigens auf Druck eines sehr großen, offenen studentischen Plenums, nämlich des Kupferbau-Plenums) und dass diese Zivilklausel eben auch durch kritische Öffentlichkeit verteidigt werden muss. Nun bedeutet die Friedensklausel nicht das Recht mit Kriegstreibern diskutieren zu dürfen, sondern die Selbstbeschränkung der Uni, dass solche kein Forum bekommen.
4.) Auf der Veranstaltung vielen äußerst unappetitliche Statements der (wenigen) anwesenden Zuhörer. Das ging von sexistischen, über sozial diskriminierende bis hin zu persönlich beleidigenden Äußerungen. Einige der anwesenden Leute aus Reservistenverband und Burschenschaften (etwa der Herr rechts vorne mit rosa Hemd, nennen wir ihn M.S.) haben auch Gegendemonstranten mit Sachen beworfen. Wer sich so aufführt, sollte dann nicht rumheulen, wenn Leute einen Vortrag mit lautem Klatschen oder Zwischenrufen stören.
5.) Geht es nur mir so, oder hat dieses Forum seit dem Artikel über die Sticker ein neues Publikum?
Zusatz
Völlig d´accord. Zu erwähnen wäre noch, dass wesentlioch mehr Leute in dem Saal waren um die Veranstaltung zu stören, als um ihr beizuwohnen. Auch ein Armutszeugnis für unsere selbsternannten Retter des Abendlandes.
Wer legt eigentlich die
Wer legt eigentlich die Zivilklausel rechtsverbindlich aus?
Meines Wissens ist die
Meines Wissens ist die "Zivilklausel" ja kein Gesetz. Sie ist eine freiwillige Selbstbeschränkung der Universität. Sie ist der Grundorndnung der Uni in einer Präambel vorangestellt. Sie ist Resultat eines politischen Kampfes, den Studierende letztes Semester geführt haben, genauso wird ihre Anwendung und Einhaltung Resultat von Kämpfen sein, die eine kritische Öffentlichkeit führt. Kurz: Die Sache entscheidet sich durch den Protest.
D. h. die Klausel hat
D. h. die Klausel hat keinerlei Verbindlichkeit und wird je nach passender situation auch unter anwendung von gewalt durchgesetzt?
Ich habe keine Gewalt
Ich habe keine Gewalt seitens der DemonstrantInnen wahrgenommen. Und gerade mit Gewalt würden wir uns selber ins Knie schießen. Es geht um kritische Öffentlichkeit, die klar macht, dass die Gewalttäter diejenigen sind, die in Afghanistan den Krieg führbar machen, und nicht die, die jemanden beim Reden stören. Unter Gewalt würde meiner Einschätzung schon eher das Werfen von Sachen auf Protestierende fallen, so wie am Donnerstag geschehen. Die Protestierenden sind im Übrigen, so weit ich das mitbekommen habe, kein einziges Mal ausfällig geworden, während die anwesenden Reservisten und Burschis sich zu den übelsten sozialdarwinistischen, sexistischen etc. Beleidigungen hinreißen haben lassen.
atomwaffenfreie Welt
Liebe Leute
Ich gehöre zu den Hobbyfotographen, die „dem Reservistenverband und dem BSH zuzurechnen sind“, habe aber nichts mit Burschenschaften am Hut, weder in Tübingen noch anderswo. Der Grund, weshalb ich mich in diesen Gruppen engagiere, ist neben meinem allgemeinen Interesse an Außenpolitik das Thema des letztjährigen Forums, das sich mit den sicherheitspolitischen Auswirkungen des Klimawandels und der Energieversorgung befasste. Leider wurde darüber nicht so ausführlich berichtet. Dankeschön, dass Ihr uns mit Euren Störaktionen ins Tagblatt gebracht habt!
Zur Zivilklausel möchte ich mich nicht im Detail äußern, nur folgenden Denkanstoß geben: Habt Ihr eigentlich bemerkt, dass bei der Veranstaltung kein einziger Soldat gesprochen hat? Bitte differenziert Eure Kritik ein wenig, denn mit Ethnologen hat weder der BSH noch ich persönlich etwas zu tun. Angesichts dieser Tatsachen bleibt von Euren Vorwürfen nicht viel übrig. Sie entstammen Eurer Phantasie.
Mit freundlichen Grüßen
Einer der Hobbyfotographen
nicht richtig
Du wirst uns ja wohl zugestehen, dass wir ein klein wenig recherchiert haben, bevor wir stören. Dass da kein Soldat spricht, ist keine Neuigkeit. Man muss aber nicht Soldat sein, um an Kriegen mitzuwirken. W. Ischinger ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Außerdem war ja ein Refernt der Bundeswehruni München geladen, der hat eben abgesagt. Und im übrigen sind ja gerade BSH und Reservistenverband das Problem. Wenn das Logo der Uni auf einem Flyer neben dem Reservistenverband unter der Kategorie Unterstützer zu sehen ist, dann verstößt das gegen die Zivilklausel. Es sei denn, man ist der Auffassung der Reservistenverband diene dem "friedlichen Zusammenleben der Völker". Und diese Auffassung teilt nicht einmal der ansonsten stockkonservative Rektor.
Im übrigen ist das Problem nicht, ob Du einer Burschenschaft angehörst oder nicht, sondern dass Du Gesichtsfotos von Menschen gemacht hast, die dich mehrfach dazu angehalten haben, das nicht zu tun.
Mit ebenso freundlichen Grüßen
Johnny
zu "Ischinger übertönt"
Leute, ihr seid echt die Helden der arbeitenden Bevölkerung! Mit 30 ideologisch fehlgeleiteten Männlein und Weiblein (und einigen, die weder das eine noch das andere zu sein schienen) einen alten Mann niederzubrüllen - Respekt. Zumal dieser Mann im Leben wahrscheinlich mehr geleistet hat, als ihr jemals leisten werdet. Natürlich werdet ihr jetzt argumentieren, dass er dies im Auftrag des Bösen getan hat. Schlimm schlimm. Trotz allem hoffe ich, dass ihr am "mickrigen Buffet" dennoch mal richtig satt geworden seid. Und dass Rektor Engler über die Vita von Frau Lanik schockiert war, glaubt ihr ja selbst nicht. Schließlich gehört sie im Gegensatz zu euch keinem radikalen politischen Lager an und geht ehrlicher Arbeit nach. Ja ja, Arbeit - das, wo man früh aufsteht und eigenes Geld verdient.
Wir sehen uns
Antikommunisten raus!
"und einigen, die weder das eine noch das andere zu sein schienen"
Noch eindeutiger hättest du eure Verachtung für Homosexuelle oder von euch als solche eingestufte Menschen nicht äußern können. Danke dafür.
"Zumal dieser Mann im Leben wahrscheinlich mehr geleistet hat, als ihr jemals leisten werdet."
Ja, er hat maßgeblich daran mitgewirkt, das friedliche Zusammenleben der Völker auf dem Balkan zu beenden und eine Reihe blutiger Bürgerkriege mit mehreren Hunderttausend Todesopfern vom Zaun zu brechen. So viel habe ich tatsächlich noch nicht geleistet.
Übrigens tat er das nicht im Auftrag des "Bösen", sondern des deutschen Großkapitals.
"Schließlich gehört sie im Gegensatz zu euch keinem radikalen politischen Lager an"
"Rechtsradikal" ist eigentlich ein falscher Ausdruck (weil Rechte eben NICHT die "radix" gesellschaftlicher Übel, also das Privateigentum an Produktionsmitteln, erkannt haben sondern diese durch oberflächliche Reformen oder Jagd auf Sündenböcke beheben wollen). Trotzdem ist es allgemein üblich, ein gewisses Spektrum jenseits des Konservativismus so zu bezeichnen und diesem gehört Lanik an, was ihre Verbindungen ins Lager der Neuen Rechten belegen.
"Ja ja, Arbeit - das, wo man früh aufsteht und eigenes Geld verdient."
Bzw. in ihrem Fall das, wo man in Afghanistan mit Uniform rumläuft und der Armee dabei hilft, im Interesse des Monopolkapitals Menschen abzumurksen.
sich bei jedem eurer Worte die Rote Armee zurückwünschend grüßt
Cemal D.
besonders belustigend ist
besonders belustigend ist übrigens, dass Ischinger laut eigener Aussage extra 500 km reisen musste, um dann festzustellen, dass er seine Kriegspropaganda in Tübingen doch nicht loswerden können würde. War bestimmt nicht billig.
Cemal
"sich bei jedem eurer Worte
"sich bei jedem eurer Worte die Rote Armee zurückwünschend grüßt"
womit die ach so pazifistischen Argumente gleich selbst ad absurdum geführt werden. Danke dafür.
Du solltest dankbar dafür sein, dass dir das von dir verachtete System dein Recht auf eine eigene Meinung gewährleistet.
ad Pazifismus und Meinungsfreiheit
Antiimperialismus, Antimilitarismus und Antifaschismus sind nicht dasselbe wie Pazifismus, im Gegenteil. Wenn ich z.B. die Gewalt des Faschismus ablehne, dann muss ich sogar in vielen Situationen Gewalt befürworten, um ihn zu bekämpfen. Mit Appeasement wären die Nazis heute vielleicht immer noch an der Macht. Und die beste antifaschistische und antiimperialistische Arbeit hat historisch immer noch die Rote Armee gemacht.
"Du solltest dankbar dafür sein, dass dir das von dir verachtete System dein Recht auf eine eigene Meinung gewährleistet."
Zu diesem Zweck gab es dann wohl auch Berufsverbote für Kommunisten, KPD-Verbot und Gefängnis für ihre Mitglieder? Gibt es deswegen Bundeswehreinsätze im Inneren, Bespitzelung durch den Verfassungsschutz und keinen einzigen marxistischen Professor in der ganzen BRD?
Das "Recht auf eine eigene Meinung" gilt in der bürgerlichen Demokratie erfahrungsgemäß immer nur so lange, wie die revolutionäre Bewegung zu schwach ist, um eine potentielle Gefahr darzustellen. Ist sie es nicht mehr, hat das Kapital bisher immer seine Kettenhunde hervorgeholt: Die Sturmabteilungen, die Weißgardisten und Schwarzhunderter, die Burschenschafter, die Noskes und Zörgiebels, die Hitlers, Pinochets, Francos, Papadopoulos, Videlas, Banzers und Stroessners...
Eine Ausnahme davon hat es bisher nicht gegeben. Der Kapitalismus unterdrückt die Kommunisten genauso wie es der Sozialismus (prinzipiell legitimerweise) mit den Antikommunisten gemacht hat.
Cemal D.
An den marxistischen 'Theoretiker'
Oh Mann, "Cemal D.", bei Dir ist die Ideologisierung echt bis an die Grenze des Schwachsinns fortgeschritten! Komm mal runter!
Kann es sein, dass Du Ischinger mit dem postkommunistischen Schlächter Milosevic verwechselst?! Milosevic, die hegemonialen Ansprüche und der Hass sämtlicher Balkan-Ethnien aufeinander, die Titos Kommunismus mehr schlecht als recht unter dem Deckel gehalten hatte, waren die Ursache für die "Reihe blutiger Bürgerkriege". Ganz gewiss kein ausländischer Diplomat.
Allerdings teilen wir eine einzige Ansicht: Auch ich wünsche mir die Rote Armee zurück - damit sie in Afghanistan mal richtig aufräumt! Schade, dass der böse kapitalistische Westen sie damals daran gehindert hat, aus den Afghanen gute Marxisten, sprich glaubenslose, systemkonforme, indoktrinierte Sowjet-Vasallen zu machen. Dieses Schicksal wäre ihnen sicherlich lieber gewesen als das aktuelle, oder nicht?
Es grüßt ohne Arbeitergruß und ohne rote Flagge
...
"bei Dir ist die
"bei Dir ist die Ideologisierung echt bis an die Grenze des Schwachsinns fortgeschritten!"
Dieses zweifelhafte Kompliment kann ich an jeden der hier diskutierenden Bundeswehrfreunde und Antikommunisten zurückgeben.
"Milosevic, die hegemonialen Ansprüche und der Hass sämtlicher Balkan-Ethnien aufeinander, die Titos Kommunismus mehr schlecht als recht unter dem Deckel gehalten hatte, waren die Ursache für die "Reihe blutiger Bürgerkriege". Ganz gewiss kein ausländischer Diplomat."
Haha, du bist echt ne Nummer. Keine Ahnung von Tuten und Blasen, aber das Maul aufreißen, so weit es geht. Der Zerfall Jugoslawiens begann im Wesentlichen, als sich Kroatien und Slowenien vom jugoslawischen Bundesstaat abspalteten; das wiederum war möglich, weil Genscher 1991 öffentlich andeutete, dass die BRD beide Staaten im Falle eine Sezession anerkennen würde. Schon zuvor hatten deutsche Geheimdienste in Jugoslawien die ethnischen Unruhen geschürt. Vielleicht poste ich hier ein paar Texte dazu, wenn es gewünscht ist.
"Schade, dass der böse kapitalistische Westen sie damals daran gehindert hat, aus den Afghanen gute Marxisten, sprich glaubenslose, systemkonforme, indoktrinierte Sowjet-Vasallen zu machen."
So kann man es natürlich auch nennen. Die Sowjetregierung hat nach langem Zögern auf die Bitte der afghanischen Regierung reagiert, ihr gegen erstarkende, CIA-finanzierte religiöse Fanatiker militärisch zur Seite zu stehen. Die Regierung der Demokratischen Volkspartei Afghanistans versuchte damals, eine Landreform, eine Alphabetisierungskampagne und die Emanzipation der Frauen durchzusetzen, stieß aber auf den gewalttätigen Widerstand der von der CIA über Pakistan gestützten Mujaheddin und Taliban. Den USA war damals offensichtlich die Befreiung der Afghanen aus feudaler Unterdrückung und religiösem Fundamentalismus in höchstem Maße egal oder sogar zuwider. Wenn sie sich das heute auf die Fahnen schreiben, um die militärische Durchsetzung geostrategischer Interessen zu legitimieren, bleibt das irgendwie unglaubwürdig, ne.
Vom Standpunkt der Interessen der Sowjetunion erwies es sich als großer Fehler, dass die Rote Armee sich dort eingemischt hat, vom Standpunkt des Internationalismus jedoch nicht!
Cemal
Hallo Cemal, Informationen
Hallo Cemal,
Informationen zu Geheimdienstaktivitäten interessieren mich immer - also, würde mich darüber freuen.
Finde deine bisherigen Posts hier interessant, sie zeigen, dass du in diesem Bereich wohl gut informiert bist.
Jeglicher Protest, um
Jeglicher Protest, um Ischinger am Reden zu hindern, ist legitim, dass eine "Figur" wie er eine dumm-treue Zuhörerschaft findet, bitter. Man weiß gar nicht, wo anfangen. Er ist Leiter der Münchner NATO-"Sicherheitskonferenz", wo internationale Sicherheitspolitiker vorgeblich den "Frieden durch Dialog" mit Militärs und Rüstungsindustriellen fördern. Außerdem ist er in zahlreichen Elite-Organisationen, welche die Demokratie untergraben. Auf die Bilderberger angesprochen, meinte er zunächst: "Was habe ich damit zu tun?", später musste er zugeben, "zweimal oder so" an Konferenzen teilgenommen zu haben, was aber dreist gelogen war. Tatsächlich verdankt er seine Karriere dem "Young Leaders"-Programm des "American Council on Germany", zu dessen "Directors" Bilderberger wie der Kriegsverbrecher Henry Kissinger gehören; er ist Mitglied bei einigen von Bilderbergern gegründeten Organisationen wie etwa der "Trilateralen Kommission", dem "European Council on Foreign Relations" und dem "American Institute for Contemporary German Studies" und besucht seit Jahren die sich demokratischer Kontrolle komplett entziehenden Bilderberg-Konferenzen - angeblich "private" (dennoch durch Steuergelder finanzierte!) Veranstaltungen, wo sich Jahr für Jahr, abgeschirmt durch Geheimdienste, Polizei und Miltär, eine selbsternannte Elite aus Industrie, Politik und Medien trifft. Was dort besprochen wird, tritt trotz der Anwesenheit von Vertretern der führenden Medienkonzerne, die sich wie alle Teilnehmer zum Schweigen verpflichten, nicht an die Öffentlichkeit. Schon die Lügen Ischingers gestern zeigen, dass das, was in diesen elitären Zirkeln verhandelt wird, kaum im Sinne der Demokratie sein dürfte und das "dumme Volk" nicht zu interessieren hat. Und ihr Reservisten-Schwachköpfe jubelt ihm noch zu. Wenn Kissinger und Konsorten ihre menschenverachtenden Ziele durchgesetzt haben, habt auch ihr nichts mehr zu lachen.
Wer protestiert hier
Wer protestiert hier eigentlich - Studenten oder friedensbewegte Ex-Studis, die meinen, das Recht zu haben, Studierenden vorzuschreiben, was sie hören dürfen?
Vergiss nicht die Studenten,
Vergiss nicht die Studenten, die mal friedensbewegte Ex-Studis, die meinen, das Recht zu haben, Studierenden vorzuschreiben, was sie hören dürfen, werden wollen.
Immer wird auf "Demokratie"
Immer wird auf "Demokratie" gepocht - sogar der ekelhafte Lügner Ischinger (s.o.) beklagte sich, wie im Tagblatt zu lesen war, über das Fehlen einer demokratischen Kultur, "die streitet, aber den anderen zu Wort kommen lässt".
Die Forderung des Leiters der NATO-Sicherheitskonferenz nach demokratischer Kultur unkommentiert zu zitieren, erscheint wie ein "dirty joke", haben wir doch aufgrund der NATO, wie etwa der Historiker Daniele Ganser (Buch: "NATO-Geheimarmeen in Europa. Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung") zeigt, nie in wirklichen Demokratien gelebt, da sie die Geheimdienste ihrer Mitgliedsstaaten verpflichtete, mit allen Mitteln zu verhindern, dass kommunistische Parteien an die Macht kommen. In Europa wurden zu diesem Zweck nach dem Zweiten Weltkrieg aus Faschisten, Nazis und Rechtsextremen rekrutierte Geheimarmeen geschaffen, die Terroranschläge mit hunderten Opfern verübten, für die dann Linke verantwortlich gemacht wurden. In Italien wurde der Christdemokrat Aldo Moro, der es wagte, mit Kommunisten zu paktieren und für einen NATO-Austritt Italiens war, von der NATO-Geheimarmee "Gladio" ermordet, nachdem der damalige US-Außenminister Henry Kissinger eine kaum verhohlene Morddrohung gegen ihn ausgesprochen hatte. Kissinger ist in so viele Kriegsverbrechen verwickelt, dass ich mir nicht die Mühe machen will, sie hier aufzuzählen. Der Journalist Seymour Hersh schrieb über ihn, während der Rest von uns zum Einschlafen Schafe zähle, könne Kissinger "bis zum Ende seiner Tage verbrannte und verstümmelte [...] Babys zählen."
Kissinger und drei andere "Bilderberger" haben nun "Global Zero" initiiert (Ischinger ist also auch hier als Botschafter dieses sich demokratischer Kontrolle völlig entziehenden sog. "Privatclubs" unterwegs). Wer ist so naiv dem Eintreten solcher Leute für den Frieden Glauben zu schenken? Immerhin gab Ischinger laut Tagblatt an, dass es sich beim vorgeblichen Ziel der Initiative, Atomwaffen abzuschaffen, nur um ein „eigentlich pazifistisches Ziel“ handelt...