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Sprache und Denken

Erst einmal: Ganz großes Lob! Ein gut geschriebener und analytisch ins Schwarze treffender Text. Eine kleine kritische Anmerkung würde ich aber doch gerne machen.

Im Text heißt es: "Dass Leute, die eine bestimmte Sprache sprechen, eine Gemeinschaft bilden, deren Mitglieder von anderen Menschen nicht nur durch die Form, in der sie sich ausdrücken, sondern auch in ihrem "Fühlen und Denken" unterschieden seien, ist schlichtweg falsch."

Aus einer gemeinsamen Sprache eine Volks-Konstruktion abzuleiten ist selbstverständlich Unsinn.Dass Sprache keinen Einfluss auf das Denken habe, ist allerdings eine zumindest gewagte These. Ich würde da mindestens einen systemischen Zusammenhang vermuten. Dazu sei auf die Sapir-Whorf-Hypothese (http://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-Hypothese) verwiesen, nach der manche Gedanken in einer Sprache in einer anderen Sprache nicht denkbar sein können. Ein Beleg dafür könnte die 2004 in Science veröffentlichte Studie über den Zusammenhang von mathematischem Denken und Sprache sein: http://science.orf.at/science/news/122177

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