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Recherche-Tool für Journalisten: „Das Recht auf Wasser und Sanitärversorgung“

Montag, 10. August 2009

Ein vom Deutschen Institut für Menschenrechte entwickeltes Recherche-Tool ermöglicht eine gezielte Recherche zum Thema Wasser aus menschenrechtlicher und entwicklungspolitischer Perspektive. Es bietet einen ersten Überblick, Hintergrunddokumente, Ansprechpersonen sowie ausgewählte Links zu einschlägigen Menschenrechts-Websites und Datenbanken.

Aus menschenrechtlicher Sicht ist der Zugang zu sauberem Wasser und Sanitärversorgung von elementarer Bedeutung. Ebenso für die Entwicklungszusammenarbeit: Gesetzliche Regelungen, der Umgang mit vorhandenen Wasserressourcen und der Ausbau der Infrastruktur sind entscheidend für einen auch für Arme erschwinglichen Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung.

Das Recherche-Tool stellt Positionen staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit zum Thema dar. Länderbeispiele veranschaulichen Hindernisse in der Umsetzung und gelungene Ansätze zur Verwirklichung des Rechts auf Wasser: Menschenrechtsansatz und Wassersektorreform (Kenia), Probleme der Privatisierung (Bolivien) und erfolgreiches Wassermanagement (Chile).

Weitere Recherche-Tools des DIMR gibt es zu folgenden Themen:
- Menschen ohne Papiere in Deutschland: Ihr Recht auf Gesundheit
- Temporäre Migration und Menschenrechte

WHO: Fluten und Seuchen drohen in Westafrika

Mittwoch, 20. August 2008

Am 19. August veröffentlichte die WHO eine Warnung, dass aufgrund starker Regenfälle in Westafrika, die vermutlich bis September anhalten werden, mit Fluten in der Region zu rechnen sei. Etwa 200.000 Menschen könnten gezwungen sein, zu fliehen, Strassen, Brücken, Eisenbahnlinien und andere Infrastruktur haben in Benin, Burkina Faso, Mali, Mauritania, Niger, Togo, Guinea-Bissau, Liberia und Sierra Leone bereits Schaden genommen. Die Folgen der Nahrungsmittelknappheit würden hierdurch weiter verschärft und Seuchen könnten sich ausbreiten. In Burkina Faso, Mali and Niger leideten bereits jetzt 10% aller Kinder unter 5 Jahren an akuter und 40% an chronischer Unterernährung.

In Benin sind bereits 150.000 Menschen geflohen, in Niger 24.000 und in Togo 12.000. Nach einem Artikel auf Spiegel-online.de seien alleine in guinea-Bissau bereits mehr als 2.000 Fälle von Cholera gemeldet worden, mindestens 41 Menschen starben an der Krankheit.

Nach Angaben des WHO würden alleine 76 Mio. US$ für medizinische Nothilfe benötigt, bislang habe die internationale Gemeinschaft jedoch erst 22% hiervon bereitgestellt.

Außerdem:
Die Europäische Union hat sich mittlerweile entschlossen, die Zahlung von “Entwicklungshilfegeldern” an Mauretanien wegen des Militärputsches am 6.8. auszusetzen. So meldet die Financial Times Deutschland:

“Knapp zwei Wochen nach dem Militärputsch in Mauretanien will die Europäische Union die Entwicklungshilfe für den nordafrikanischen Wüstenstaat aussetzen. Bis 2013 wollte die EU ursprünglich rund 156 Mio. Euro Hilfsgelder nach Mauretanien fließen lassen. Nach Angaben eines Sprechers der EU-Kommission vom Montag soll auch die Umsetzung eines Fischereiabkommens mit Mauretanien suspendiert werden. Das Abkommen, das im August in Kraft trat und die Zahlung von 305 Mio. Euro in den kommenden vier Jahren vorsah, soll auf Wunsch von Entwicklungskommissar Louis Michel “bis zu einer Lösung der derzeitigen Probleme” nicht angewendet werden.”