**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 26. April 2012**
Die Studie “Zukunftsfähiges Hamburg” des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie spricht sich deutlich für eine radikale Umstrukturierung der Finanzierung des Hamburger Verkehrsverbunds aus. Dazu erklärt Mareike Engels, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:
“Die Studie bestätigt, was wir als GRÜNE JUGEND schon lange fordern. Wir setzen uns für eine radikale Umgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs ein und fordern einen öffentlich finanzierten HVV. Der Begriff “kostenloser HVV” trifft es aber nicht. Natürlich müssen die 557 Millionen Euro wegfallende Fahrgeldeinnahmen (2008) kompensiert werden. Daher fordern wir ein Bürger_innenticket, dessen Ausgestaltung stark an die des Semestertickets der Uni Hamburg angelehnt ist. Alle Menschen zahlen einen festen Betrag und können dann fahrscheinfrei Bus und Bahn fahren. Kinder und Jugendliche, sowie Menschen mit geringem Einkommen sollen von der Gebühr befreit werden. Dieses System wäre effizient, gerecht und stärkt den HVV. In einer Großstadt wie Hamburg ist kostengünstige Mobilität enorm wichtig, denn sie sichert soziale Teilhabe für alle.”
Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:
“Der Verkehr der Zukunft gerade in einer Großstadt findet in Bus und Bahn, auf dem Fahrrad und zu Fuß statt. Wir brauchen autofreie Städte. Diese sind sozialer und ökologischer. Ein gemeinschaftlich finanzierter ÖPNV kann dabei aber nur eine Maßnahme unter vielen sein. Wir brauchen eine Citymaut und den Ausbau von Fahrradwegen und dem Stadtradsystem. Wichtig ist aber auch, dass das Streckennetz im HVV ausgebaut wird, denn bereits jetzt stößt der HVV an seine Kapazitätsgrenzen. Wir halten an dem Bau einer Stadtbahn fest und fordern außerdem Taktverdichtungen auf den viel genutzten Linien des HVV. Auch im Hamburger Umland muss der HVV massiv ausgebaut werden.
Zusammengenommen sind diese Maßnahmen ein Schritt in eine grünere Zukunft – und zwar in der gesamten Metropolregion.”