Greenwashing nervt!

**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 18. August 2012**

Zu den Sonntag stattfindenen Vattenfall Cyclassics erklärt Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

“Vattenfall versucht sich – wie jedes Jahr – bei den Bürger_innen beliebt zu machen. Während die Energiewende stockt, steht Vattenfall das Wasser bis zum Hals: Immer mehr Menschen erfahren von den schweren Folgen, die Vattenfalls Unternehmenspolitik nach sich zieht. Über zwei Drittel des produzierten Stroms werden durch fossile Energieträger gewonnen – lediglich ein Bruchteil kommt aus regenerativen Energiequellen. Unbelehrbar ist auch Vattenfalls Investitionspolitik: Das in Wedel geplante Megakraftwerk ist alles, nur keine Innovation.

Wir als GRÜNE JUGEND Hamburg werden nicht aufhören, über Vattenfall aufzuklären, bis auch das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet ist. Die Zukunft gehört der dezentralen und erneuerbaren Energieversorgung.”

Zeit für richtig guten Verkehr!

Beschluss der Landesmitgliederversammlung der GRÜNEN JUGEND Hamburg am 09.05.2012

Hamburg ist eine Großstadt. Weit über eine Million Menschen müssen täglich beispielsweise zur Arbeit, in die Schule oder zur Uni. Für viele Privatpersonen ist eine gute Verkehrsanbindung deshalb eine Grundbedingung für ihre wirtschaftliche Existenz. Dies gilt auch für Unternehmer_innen, die auf gute Infrastrukturen für Waren und Kund_innen angewiesen sind. Doch auch für eine soziale Teilhabe ist eine gute Verkehrsanbindung wichtig: Menschen müssen einfach und flexibel Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten und Naherholungsgebiete erreichen können.
Viele Menschen erreichen all diese Ziele mit dem Auto. Für sie ist es eine unkomplizierte Möglichkeit, von einem Ort zum anderen zu kommen. Das Autos die Luft verschmutzen, unsicher sind und andere Menschen durch Lärm belästigen ist ein bekanntes Problem. Motorisierter Individualverkehr benötigt zu viel Platz, ist ein Klimakiller und sozial ungerecht, denn immer weniger Menschen können sich ein Auto, Treibstoff und Versicherung leisten. Die Politik ist aufgefordert, den Verkehr umzustrukturieren. Wir müssen auf mehr öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) setzen. Die möglichen Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgeschöpft. Der Dreiklang aus Bezahlbarkeit, Netzdichte und Qualität ist erst ausreichend ausgebaut, wenn auf unseren Straßen kein motorisierter Individualverkehr mehr stattfindet. Wir wollen eine Stadt mit Mobilität für die Menschen – effizient, schnell und leise. Sicher, schadstoffarm und sozial gerecht. Wir setzen uns daher für eine ökologische und soziale Verkehrspolitik ein, die auf die Bedürfnisse der Menschen und nicht die der Autos ausgerichtet ist.

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Für eine soziale und ökologische Gesellschaft – Für einen öffentlich finanzierten HVV!

**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 26. April 2012**

Die Studie “Zukunftsfähiges Hamburg” des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie spricht sich deutlich für eine radikale Umstrukturierung der Finanzierung des Hamburger Verkehrsverbunds aus. Dazu erklärt Mareike Engels, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

“Die Studie bestätigt, was wir als GRÜNE JUGEND schon lange fordern. Wir setzen uns für eine radikale Umgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs ein und fordern einen öffentlich finanzierten HVV. Der Begriff “kostenloser HVV” trifft es aber nicht. Natürlich müssen die 557 Millionen Euro wegfallende Fahrgeldeinnahmen (2008) kompensiert werden. Daher fordern wir ein Bürger_innenticket, dessen Ausgestaltung stark an die des Semestertickets der Uni Hamburg angelehnt ist. Alle Menschen zahlen einen festen Betrag und können dann fahrscheinfrei Bus und Bahn fahren. Kinder und Jugendliche, sowie Menschen mit geringem Einkommen sollen von der Gebühr befreit werden. Dieses System wäre effizient, gerecht und stärkt den HVV. In einer Großstadt wie Hamburg ist kostengünstige Mobilität enorm wichtig, denn sie sichert soziale Teilhabe für alle.”

Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:

“Der Verkehr der Zukunft gerade in einer Großstadt findet in Bus und Bahn, auf dem Fahrrad und zu Fuß statt. Wir brauchen autofreie Städte. Diese sind sozialer und ökologischer. Ein gemeinschaftlich finanzierter ÖPNV kann dabei aber nur eine Maßnahme unter vielen sein. Wir brauchen eine Citymaut und den Ausbau von Fahrradwegen und dem Stadtradsystem. Wichtig ist aber auch, dass das Streckennetz im HVV ausgebaut wird, denn bereits jetzt stößt der HVV an seine Kapazitätsgrenzen. Wir halten an dem Bau einer Stadtbahn fest und fordern außerdem Taktverdichtungen auf den viel genutzten Linien des HVV. Auch im Hamburger Umland muss der HVV massiv ausgebaut werden.

Zusammengenommen sind diese Maßnahmen ein Schritt in eine grünere Zukunft – und zwar in der gesamten Metropolregion.”