HVV erhöht erneut die Preise …

**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 19.09.12**

Anlässlich der angekündigten Preiserhöhung für HVV-Tickets versendet die GRÜNE JUGEND Hamburg ihre Pressemitteilung vom letzten Jahr noch einmal.

Dazu erklärt Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:
“Wir freuen uns, dass der HVV eine konstant unverschämte Preispolitik fährt. Bei der GRÜNEN JUGEND Hamburg sparen wir uns so viel Zeit beim Erarbeiten von Pressemitteilungen. Besonders schlimm ist dieses Jahr allerdings, dass wir ergänzen müssen, dass der HVV nun auch die Preise für Kinder anheben will. Gerade Kinder und Jugendliche sind auf günstige Preise für Bus und Bahn angewiesen, um in Hamburg unabhängig von ihren Eltern mobil zu sein.”

**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 19.09.12**

Werden Bus und Bahn zu Luxusgütern?

Der HVV will seine Ticketpreise 2012 um fast 3% erhöhen. Ein entsprechender Antrag wurde eingereicht und vom Senat angenommen. Die SPD hat bereits signalisiert, dass sie diesem auch in der Bürgerschaft zustimmen wird.

Dazu erklärt Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

“Wissen Senat, SPD und HVV, was sie da tun? Nach dem neu eingeführten Alkoholverbot kommt die nächste schlechte Nachricht des HVVs. Abermals steigen die Preise im Verkehrsverbund um knapp 3%. Unbewusst – oder bewusst – vergraulen der Senat und die SPD mit ihrer Zustimmung Kund_innen. Allen Menschen, die sich umweltfreundlich mit Bus und Bahn durch die Stadt bewegen wollen, gibt der Senat eindeutig die falschen Signale. Der motorisierte Individualverkehr sollte höhere Preise zahlen! Er verstopft unsere Straßen, verunreinigt unsere Luft und zerstört die Umwelt. Der Senat muss Mut zeigen und eine vernünftige, flächendeckende Parkraumbewirtschaftung sowie eine Citymaut einführen, um die steigenden Kosten des HVVs auszugleichen.

Ein Preiserhöhung trifft besonders Menschen mit geringen Einkommen, die auf den HVV angewiesen sind. Sie sollen die Mehrkosten von 14 Millionen Euro tragen. Die SPD wird ihrem Anspruch einer sozialen und umweltfreundlichen Politik in keinster Weise gerecht. Sie soll endlich Anreize schaffen, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen und Mobilität für alle ermöglichen!

Die GRÜNE JUGEND Hamburg spricht sich gegen eine erneute Preiserhöhung aus und fordert, die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt neu zu denken. Weiterhin fordern wir einen kostenlosen Probemonat für alle Neu-Hamburger_innen.”

Für eine soziale und ökologische Gesellschaft – Für einen öffentlich finanzierten HVV!

**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 26. April 2012**

Die Studie “Zukunftsfähiges Hamburg” des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie spricht sich deutlich für eine radikale Umstrukturierung der Finanzierung des Hamburger Verkehrsverbunds aus. Dazu erklärt Mareike Engels, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

“Die Studie bestätigt, was wir als GRÜNE JUGEND schon lange fordern. Wir setzen uns für eine radikale Umgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs ein und fordern einen öffentlich finanzierten HVV. Der Begriff “kostenloser HVV” trifft es aber nicht. Natürlich müssen die 557 Millionen Euro wegfallende Fahrgeldeinnahmen (2008) kompensiert werden. Daher fordern wir ein Bürger_innenticket, dessen Ausgestaltung stark an die des Semestertickets der Uni Hamburg angelehnt ist. Alle Menschen zahlen einen festen Betrag und können dann fahrscheinfrei Bus und Bahn fahren. Kinder und Jugendliche, sowie Menschen mit geringem Einkommen sollen von der Gebühr befreit werden. Dieses System wäre effizient, gerecht und stärkt den HVV. In einer Großstadt wie Hamburg ist kostengünstige Mobilität enorm wichtig, denn sie sichert soziale Teilhabe für alle.”

Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:

“Der Verkehr der Zukunft gerade in einer Großstadt findet in Bus und Bahn, auf dem Fahrrad und zu Fuß statt. Wir brauchen autofreie Städte. Diese sind sozialer und ökologischer. Ein gemeinschaftlich finanzierter ÖPNV kann dabei aber nur eine Maßnahme unter vielen sein. Wir brauchen eine Citymaut und den Ausbau von Fahrradwegen und dem Stadtradsystem. Wichtig ist aber auch, dass das Streckennetz im HVV ausgebaut wird, denn bereits jetzt stößt der HVV an seine Kapazitätsgrenzen. Wir halten an dem Bau einer Stadtbahn fest und fordern außerdem Taktverdichtungen auf den viel genutzten Linien des HVV. Auch im Hamburger Umland muss der HVV massiv ausgebaut werden.

Zusammengenommen sind diese Maßnahmen ein Schritt in eine grünere Zukunft – und zwar in der gesamten Metropolregion.”

Für eine soziale und ökologische Gesellschaft – für einen öffentlich finanzierten HVV!

In einem Beitrag für eine Broschüre des Bündnis “HVV Umsonst” legen wir dar, warum wir einen gesamtgesellschaftlich finanzierten ÖPNV für sinvoll halten.

Ein Auszug:

“Auch wenn einige Menschen den ÖPNV mehr nutzen als andere, in einer Großstadt profitieren alle von der Bereitstellung dieser Infrastruktur. Mobilität bedeutet soziale Teilhabe und diese sollte allen unabhängig ihres Portemonnaies gewährt werden. Der ÖPNV ist aber nicht nur sozial, weil er niedrigschwellig Mobilität für alle garantiert, sondern auch, weil er gemeinschaftlich genutzt wird. Beim Vergleich zum Autoverkehr fällt auf: Hier wird Infrastruktur (Straßen, Ampelanlagen, Parkplätze, Verkehrsverwaltung) steuerfinanziert bereitgestellt, doch genutzt wird diese Infrastruktur hauptsächlich vom motorisierten Individualverkehr, der ökologisch in einer Großstadt nicht zu verantworten ist. Die Kosten, die durch den motorisierten Individualverkehr entstehen, werden von allen Steuerzahler_innen getragen: Durchschnittlich zahlt jede_r Hamburger_in pro Jahr 629 Euro für den Autoverkehr – egal ob sie mit dem Auto durch Hamburg fahren oder nicht. Wir finden: Diese Zahl muss sinken! Dafür soll der ÖPNV öffentlich finanziert werden. Den ÖPNV können dann alle nutzen, da keine weiteren individuellen Investitionen notwendig sind. Ein „kostenloser“ ÖPNV würde massiv Hürden senken, diesen zu nutzen: Der ÖPNV wird attraktiver und die Fahrgastzahlen steigen. Dafür nimmt der Autoverkehr ab, wodurch städtische Flächen frei werden und sinnvoller genutzt werden können. Parallel würden die Kosten für den Straßenerhalt und -ausbau sinken und sogar durch eine mögliche Einführung einer City-Maut teilweise kompensiert werden. Alles in allem wäre der Verkehr in unserer Stadt ökologischer und wir würden Mobilität für alle ermöglichen.”

Der Rest des Beitrags und Argumente anderer Organisationen:
HVV Umsonst. Argumente und Diskussionen (PDF, 1.12 MB)