Film: Kriegerin
“Vom Herd zum Infostand – Frauen in der rechten Szene” – Filmvorführung “Kriegerin” mit anschließender Diskussion
Termin: 24.03.2012 13:00 Uhr
Lange wurden sie unterschätzt und ignoriert. Erst die aktuelle Debatte um die Gruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” und der damit verbundene Fall Zschäpe zeigt, dass auch Frauen eine bedeutende Rolle in der rechten Szene haben. Seit den 1990er Jahren übernehmen Frauen wichtige Schlüsselpositionen in der rechtsextremen Szene. Sie sind nicht mehr nur, wie vielfach angenommen wird, für Kindererziehung und unterstützende Tätigkeiten zuständig. Der Film “Kriegerin” von Daniel Wnendt zeigt Marisa, ein 20-jährige junge Frau, deren Alltag geprägt ist von Hass, Fremdenfeindlichkeit, Einsamkeit und dem Wissen, perspektivlos zu sein. Nach langer Recherche entstand ein Film zum Thema Rechtsextremismus, der zum ersten Mal zwei Frauen in den Fokus stellt.
Am 24. März 2012 zeigen die GRÜNE JUGEND Hamburg und Manuel Sarrazin MdB im Rahmen der Aktionswoche “Laut gegen Nazis” den Film im Abaton Kino. Filmstart ist um 13 Uhr. Anschließend möchten wir zusammen mit dem Kinopublikum diskutieren. Hierfür konnten wir den Journalisten Andreas Speit gewinnen, außerdem wird wahrscheinlich Mirjam Gläser vom Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus in Schleswig-Holstein dabei sein. Mareike Engels, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg wird die Diskussion moderieren. Wir freuen uns über rege Teilnahme. Kinokarten gibt es an der Kinokasse für 3 Euro (ermäßigt 2 Euro).
Filmvorführung: “Kriegerin”
+++Wann? Samstag, 24.03.2012, 13:00 Uhr
+++Wo? Abaton Kino, Allendeplatz 3
+++Kosten? 3 Euro, ermäßigt 2 Euro
AUSSCHLUSS-KLAUSEL
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Nazis geschlossen entgegentreten!
**Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 18. November 2011**
Anlässlich der nun aufgedeckten rechtsradikalen Mordserie und der sich neu formierenden, rechten Strukturen in Hamburg, erklärt Mareike Engels, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:
“Die Mordserie, ausgehend von der rechtsterroristischen Gruppierung “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU), ist mehr als erschreckend. Jahrelang konnten Rechts-Terrorist_innen dieser Organisation ungestört und unentdeckt in Deutschland Morde begehen, angeblich ohne dass der Verfassungsschutz etwas davon bemerkte. Es ist unerlässlich, präzise und tiefgründig aufzuklären, warum zwischen der Mordserie und der rechtsextremen Szene über Jahre hinweg kein Zusammenhang erkannt wurde. Es besteht der begründete Verdacht auf schwere Behördenfehler, insbesondere von Mitarbeiter_innen des Verfassungsschutzes. Es muss ans Tageslicht gelangen, wie weit das Netzwerk der Unterstützer_innen genau reichte!
Im Zeitraum der terroristischen Tätigkeiten standen vor allem der “Linksextremismus” und der islamistisch motivierte Terrorismus im Fokus der Behörden. Durch die Gleichsetzung von Rechts- und sogenanntem Linksextremismus wird die Gefahr von Rechts verharmlosend dargestellt und relativiert. Daher lehnen wir die unsägliche Extremismustheorie, die eine von zwei Seiten bedrohte ‚gute Mitte der Gesellschaft‘ vorsieht, ab. Nicht nur haben linksradikale und extrem rechte Ideologien vollkommen andere Grundvoraussetzungen und Vorstellungswelten, sondern Rassismus findet seinen Nährboden häufig in der ‚Mitte der Gesellschaft‘.”
Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:
“Auch in Hamburg zeichnen sich rechtsterroristische Strukturen deutlich ab. Extremist_innen der Weißen Wölfe und des Hamburger Nationalkollektivs schließen sich zusammen. Ein Zulauf aus dem lokalen Neonazi-Milieu ist zu befürchten. Alle demokratischen Parteien müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, rechtsradikalen Gruppen den Raum in der Gesellschaft zu nehmen. Beobachter_innen befürchten, dass diese Gruppe vor allem im Umkreis von Schulen ihre Propaganda verbreiten will. Daher ist es vor allem wichtig, Jugendliche über die menschenverachtende Ideologie der Rechtsradikalen aufzuklären. Weiterhin müssen mehr Mittel für Austeiger_innenprogramme bereitgestellt werden. Dabei hoffen wir, dass das von der SPD für 2012 angekündigte “Landesprogramm gegen Rechtsextremismus” keine Luftnummer bleibt. Auch wir werden unseren Beitrag dafür leisten und uns Nazis in den Weg stellen – heute, morgen und wann immer es nötig ist!”








