DEMONSTRATION: Hamburg gegen Rechts


Anlässlich der am 20. April stattfindenden Demonstration “Hamburg gegen Nazis” erklären die Jusos Hamburg, die Junge Union Hamburg, die GRÜNE JUGEND Hamburg, die Jungen Liberalen Hamburg, die Jungen Piraten Hamburg sowie die DGB Jugend Hamburg:

“Wir laden alle Hamburgerinnen und Hamburger ein, am 20. April mit uns gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus und für eine weltoffene Gesellschaft zu demonstrieren. Immer noch trifft man in unserer Gesellschaft auf menschenfeindliches Gedankengut. Die Aufarbeitung der NSU-Terrorserie zeigt, was aufgrund einer solchen Ideologie schreckliches passiert ist und wieder passieren kann. Auch im Zuge der Eurokrise begegnen uns immer wieder rechtspopulistische Äußerungen. Das wollen wir, besonders als junge Generation, nicht weiter hinnehmen. Wir wünschen uns eine vielfältige und tolerante Gesellschaft. Für diese Gesellschaft gehen wir auf die Straße: für eine Gesellschaft des Miteinanders, des Dialogs – ohne Ausgrenzung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Besonders freut es uns, dass es gelungen ist, für diese Demonstration ein breites, überparteiliches Jugendbündnis auf die Beine zu stellen. Damit setzen wir, auch im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen, ein klares Zeichen: spektrenübergreifend haben wir keine Lust auf Nazis – weder in der Stadt Hamburg, noch irgendwo anders.”

Die Demonstration “Hamburg gegen Nazis”, die jedes Jahr von Hamburger Jugendorganisationen organisiert wird, beginnt am 20. April um 14:00 Uhr an der Martin-Luther-King-Gemeinde (Gründgensstraße 28) in Steilshoop. Sie endet gegen 16:30 Uhr am Bramfelder Marktplatz.

Generation der Vielfalt

Wedel steht auf!

Wir Wedelerinnen und Wedeler wenden uns in aller Deutlichkeit gegen Aufmärsche von Neonazis, auch in Wedel.

Voller Trauer gedenken wir der Bombardierung und Zerstörung unser Stadt am 3. März 1943 und der damals getöteten Menschen. Damit solche furchtbaren Ereignisse mahnende Geschichte bleiben, soll über die Hintergründe und Ursachen informiert werden, sollen Friedenskerzen angezündet und es soll erinnert werden.

Nie wieder wollen wir der Intoleranz, dem Hass, der Fremdenfeindlichkeit und der Menschenverachtung Raum geben. Deshalb wenden wir uns gegen die Kräfte, die in der Tradition des Faschismus stehen, der ursächlich für Tod und Verbrechen im letzten Weltkrieg verantwortlich war. Wir wollen verhindern, dass alte und neue Nazis unsere Trauer umwidmen und die Geschichte umschreiben. Und wie lebensgefährlich solche Gruppierungen auch heute sind, haben nicht zuletzt die sogenannten NSU-Morde gezeigt.

Bereits am 27.04.1989 fasste die damalige Ratsversammlung folgenden Beschluss:
„… Der Rat der Stadt Wedel (Holstein) und die in ihm vertretenen Parteien werden daher alle rechtlichen und politischen Möglichkeiten ausschöpfen, den Bestrebungen und Zielen dieser Gruppierungen in Wedel entgegenzuwirken. …Die politische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus dient auch dem Schutz von Minderheiten“.

In der Umsetzung dieses Beschlusses wurde 1990 der „Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit“ gegründet, für dessen Arbeit Wedel im Mai 1990 als „Weltoffene Gemeinde“ auf Bundesebene ausgezeichnet wurde. Dieser Auszeichnung fühlen sich die Ratsfraktionen nach wie vor verpflichtet, was sich in vielfältiger Weise in Wedel zeigt.

Wir Wedelerinnen und Wedeler sind stolz darauf und treten auf ganz unterschiedliche Weise für das friedliche Neben- und Miteinander aller Menschen in Wedel ein, sei es in den demokratischen Parteien, in Gewerkschaften, Kirchengemeinden, Arbeitskreisen, in Vereinen und Verbänden, in Verwaltung, in Migrantenorganisationen, in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten, in der Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste, in Schulen und in der Volkshochschule, gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern und allen friedliebenden Menschen in Wedel.

Wir schauen nicht weg. Deshalb rufen wir dazu auf, gemeinsam gegen Neonazi-Aktionen Stellung zu beziehen und friedlich, aber deutlich und auf vielfältige Weise dagegen zu protestieren!