Debattenabend: Was muss erfolgreiche grüne Frauenpolitik leisten?
Die GRÜNE JUGEND Hamburg und die LAG Frauenpolitik laden ein:
Debattenabend: „Was muss erfolgreiche grüne Frauenpolitik leisten? Von der lila Latzhose zum Slutwalk?“
Zeit: 27. Februar 2012, ab 19 Uhr
Ort: Landesgeschäftsstelle der GAL Hamburg, K1
Bundesweit gelten grüne Frauenpolitik und grüne Politikerinnen als Pionierinnen für Geschlechtergerechtigkeit in Politik und Gesellschaft. Diesen Ruf verdanken wir dem grünen Frauenstatut und dem ständigen und oft erfolgreichen Einsatz unserer Politiker_innen gegen Gewalt an Frauen, gegen Armut von Frauen, für ökonomische, berufliche und familiäre Gleichstellung, für das Aufbrechen überkommener Rollenbilder – bei uns und weltweit. Inzwischen ist vieles selbstverständlich, was vor Jahren noch grüne Utopie war. Frauen in Führungspositionen oder Männer in Elternzeit sind kein grünes Privileg mehr.
Inzwischen schreiben sich auch konservative Parteien den Kampf gegen Gewalt an Frauen oder für eine bessere berufliche Integration von Migrantinnen auf ihre Fahnen. Intern mehren sich jedoch Rufe nach Abschaffung der grünen Quotierungsregelung und überhaupt: Gibt es nicht Wichtigeres zu tun angesichts der bedrohlichen Weltsituation hinsichtlich Sicherheit, Ökonomie und Ökologie? Für uns steht fest, auch heute brauchen wir noch aktive Frauen- und Gleichstellungspolitik. Doch wie soll die Frauenpolitik von heute aussehen? Damit wollen wir uns auseinandersetzen und uns fragen: Was gibt es heute zu tun? Welche Schritte müssen gegangen werden? Wie wollen wir die Menschen mit unseren Ideen erreichen?
Wir wollen unterschiedliche Herangehensweisen an grüne Frauen- (und Genderpolitik) diskutieren.
Dazu haben wir eingeladen:
Astrid Rothe-Beinlich, frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
Till Steffen, MdHB, Mitverfasser Grünes Männermanifest
Katja Husen, ehemalige frauenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN
Juliana Wimmer, frauen- und genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg
Moderation: Steffi von Berg, MdHB, frauenpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion Hamburg
Geld ist Macht! Genderbudgeting in der GAL
Unseren Antrag auf Einführung eines innerparteilichen Genderbudgetings hat der Landesausschuss der GAL Hamburg am 31.01.2012 angenommen:
Geld ist Macht. Es gibt keinen geschlechtsneutralen Haushalt, denn jede Finanzentscheidung hat genderspezifische Auswirkungen. Staatliche Finanz- und Haushaltspolitik kann Soziale Ungleichheiten befördern: Geschlechtsblinde Haushaltsplanung verfestigt und vergrößert Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Aus dieser Erkenntnis fordern wir GRÜNE seit Jahren ein Gender-Budgeting für öffentliche Haushalte. Gender-Budgeting bedeutet, dass ein Haushalt, also die Einnahmen und Ausgaben, unter Genderaspekten untersucht wird. Das Gender-Budgeting zeigt auf, wo Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Haushalt bestehen. Es ist kein Ersatz für frauenspezifische Maßnahmen und liefert keine abschließenden Lösungswege. Wie diese etwaigen Missstände verändert werden können, ist dann Thema für die politische useinandersetzung. Ein Gender-Budgeting ist aber zwingend notwendig, um Missstände überhaupt entdecken zu können.
Der Landesausschuss beauftragt den GAL-Landesschatzmeister zusammen mit dem Landesfinanzrat, der GJHH und der LAG Frauenpolitik ein Konzept für ein Gender-Budgeting zu entwickeln. Ziel soll ein Konzept mit konkreten Indices sein, auf dessen Grundlage jährlich ein Gender-Budgeting durchgeführt wird. Die Ergebnisse des Gender-Budgetings sollen zusammen mit den Haushaltsdebatten auf der LMV beraten werden. Weiterhin sollen im Konzept Ideen entwickelt werden, wie Konsequenzen aus den Ergebnissen des Gender-Budgetings gezogen und implementiert werden können.
Der Landesschatzmeister soll das Konzept der Mitgliedschaft bis Mitte Mai vorlegen, damit dieses auf dem Landesausschuss Anfang Juni diskutiert werden kann und bereits im Herbst 2012 das erste Gender-Budgeting durchgeführt und auf der Herbst-LMV präsentiert werden kann.









