Die EFSA führt die europäische Kommission und die Öffentlichkeit über genetisch veränderte Organismen (GVO) in die Irre
Gutachten von Werner Müller (Global 2000), Mai 2008, 2. Teil
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EFSA liefert unkorrekte wissenschaftliche Informationen
Die europäische Kommission (EC) fragte die EFSA, ob Transgene und deren Produkte in tierisches Gewebe aufgenommen werden. Die EFSA führte mit Hilfe der 20 Mitglieder des GVO Ausschusses und drei eingeladenen Experten eine Literaturdurchsicht durch. Im Juli 2007 legte die EFSA der EC einen Brief (EFSA (2007a) - s. Anhang 1.) und eine wissenschaftliche Beurteilung vor (EFSA (2007b)). Sowohl in dem Brief, als auch in der Beurteilung, kam die EFSA zu dem Schluss, dass "eine große Anzahl experimenteller Studien an Nutztieren zeigte, dass keine rekombinanten DNS-Fragmente oder Eiweiße, die von GV Pflanzen abgeleitet wurden, im Gewebe, den Flüssigkeiten oder in essbaren Produkten von Nutztieren festgestellt werden konnten."
Basierend auf einer Literaturprüfung behauptete die EFSA: "Bislang wurden keine rekombinanten DNS-Sequenzen in irgendeinem Organ oder Gewebeprobe mit GV-Pflanzen gefütterter Nutztiere gefunden." (EFSA (2007b) Seite1).
Diese Aussage stand in direktem Gegensatz zu den wissenschaftlichen Befunden zweier Forschungsgruppen, die 2005 und 2006 veröffentlicht wurden.
Mazza et al. (2005) stellten Fragmente des Cry1A(b)-Gens im Blut, der Leber, der Milz, der Niere und im Muskelfleisch von Schweinen, die mit GV Mais gefüttert wurden, fest (siehe Bild 1 (entspricht Bild 3 in Mazza et al. (2005) unten aus der Original-Publikation [die Grafik wurde als Original und mit übersetztem Text neu aufgebaut, Anm. d. Übers.]).