Der Tod ist ein Meister aus Deutschland
28.1., Hamburg: Demo erinnert an Nazimorde und nimmt deutsche Mehrheitsgesellschaft ins Visier
Ein antifaschistisches Bündnis vorwiegend norddeutscher Gruppen ruft am 28.1. zur bundesweiten Demo in Hamburg auf: Aus Solidarität mit den Opfern des Naziterrors, als Zeichen gegen die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), für die Zerschlagung des
Verfassungschutzes und um der rassistischen Mehrheitsgesellschaft auf die Füße zu treten. Weitere Infos hier
Erinnern an Auschwitz-Befreiung
Kundgebung: 27.1., 18h, Schönholzer Str. 10. Rundgang zu jüd. Leben: 28.1, 11h, Waisenhaus
Gedenkveranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag in Pankow. Veranstaltet von Kommission Bürgerarbeit Pankow und der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V.
Gab es NSU-Kontakte zur Pankower NPD?
Früherem Kreisverbandvize Ilja Gräser werden Verbindungen zu Naziterrorclique nachgesagt
In der Sächsischen Zeitung vom 17.12.2011 wird über den ehemaligen Pankower NPD-Vize-Vorsitzenden Ilja Gräser folgendes berichtet:
"Auf der damals prominentesten Baustelle Deutschlands lernt er [NSU-Unterstützer Max B., Anm. EAG] 1999 einen Steinmetz aus Berlin kennen. Der wird später Kreisvorstand der NPD in Pankow, organisiert völkische Tanzfeste und lebt heute abgeschieden im Landkreis Rostock auf einem Gutshof mit rechtsnationalen Siedlern, die sich Neo-Artamanen nennen. 2004 trifft Max B. ihn noch mal auf einem Steinmetzfest in Ottendorf-Okrilla. Von Terrorzellen-Mitglied Mundlos bekommt Max B. nach seinem Ausstieg noch ,sporadisch' Anrufe, lehnt aber einen neuen Kontakt ab."
Bereits mehrfach wurde über Kontakte der Terrorgruppe NSU nach Berlin spekuliert. Dieser konkrete Zusammenhang zwischen dem Terrorumfeld und der gut in die Berliner Neonaziszene integrierten Pankower NPD wirft dabei noch etwas Licht ins Dunkel.