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zurück zur Redebeitragsübersicht Zur antiisraelischen Stimmung in Deutschland Während der Fußball- WM in diesem Sommer wehten in Deutschland verschiedene Nationalfahnen und fast alle fanden es gut. Doch als ein mal die Israelfahne im öffentlichen Raum auftauchte, war die Empörung groß. Als nämlich der ghanaische Nationalspieler Paintsil mit einer kleinen Israelfahne nach dem Spiel Ghana gegen Tschechien über das Spielfeld lief, kritisierte die Öffentlichkeit ihn sofort für seine Respektlosigkeit gegenüber den Palästinensern und Palästinenserinnen. Daraufhin entschuldigte sich der Verbandssprecher der Nationalelf aus Ghana für die Aktion Paintsils. Damit war die Israelfahne die einzige Nationalfahne für die sich während der WM scheinbar selbstverständlich entschuldigt werden musste. Das verdeutlicht ein mal mehr, dass Israel der einzige Staat ist, bei dem eine Kritik an der Politik des Staates zu einer Tabuisierung nationaler Symbole führt. Während die Fahnen anderer Staaten nur im sportlichen Rahmen gesehen wurden ohne auf die Politik der jeweiligen Staaten Bezug zu nehmen, stößt das Zeigen der israelischen Fahne auf Ressentiments und löst sofort Aggressionen aus. Auch auf der Strasse ist es unmöglich, israelische und jüdische Symbole zu zeigen ohne Angst vor Übergriffen zu haben. Auch in der aktuellen Situation treten antiisraelische Positionen wieder offensichtlich zu tage: In den letzten Wochen fanden mehrere anti-israelische Demonstrationen statt, an denen sich mehrere tausend Menschen beteiligten. Mit dem vermeintlichen Ruf nach Frieden schließen sich die Demonstrierenden Anhängerinnen und Anhängern der terroristischen Gruppen an, indem sie Parolen wie "Tod Israel" und "Intifada bis zum Sieg" rufen oder Symbole und Fahnen der Hisbollah und Hamas zeigen. Die Bezeichnung der Israelis als "Kindermörder" in Parolen und auf Plakaten und das zur Schau stellen von Bildern verstümmelter Babyleichen greift auf ein jahrhundertealtes antisemitisches Bild zurück, nachdem Juden Kinder rituell ermorden würden. Es ist grausame Realität in jedem Krieg, dass Zivilistinnen und Zivilisten und damit auch Kinder sterben. In diesem Fall entsteht jedoch der Eindruck, dies sei eine Besonderheit der israelischen Militäraktion und es wird verschwiegen, dass das erklärte Ziel der Angriffe der Hisbollah die israelische Zivilbevölkerung ist. Dass auf diesen Demonstrationen Aktivisten der Naziszene mitlaufen ist nicht verwunderlich. So geschehen auf einer Demonstration am 21.07.2006 in Berlin, auf der auch die Linkspartei- Bundestagsabgeordnete und ATTAC Aktivistin Heike Hänsel eine Rede hielt, in der sie die israelische Militäraktion als "Vernichtungskrieg" bezeichnete, was eine Gleichsetzung mit der Kriegsführung der Nationalsozialisten bedeutet. Diese Darstellung der Israelis als die Nazis von heute, oder eine thematische Zusammenführung der Shoa mit der Situation im Nahen Osten ist eine Parallelisierung auf die offensichtlich schnell und gerne zurückgegriffen wird. So ist auf Transparenten "Faschismus gleich Zionismus" oder "Sharon gleich Hitler" zu lesen, außerdem findet die antiisraelische Rhetorik, welche angefüllt ist von Begriffen wie "Angriffskrieg", "Vernichtung" und "Massenmord", auf Flugblättern und in Kommentaren von Medien und öffentlichen Personen Verwendung. In der breiten Darstellung Israels als der starke Staat, welcher sich aggressiv gegen eine schwache Zivilbevölkerung wende, und in der blinden Behauptung es könne Frieden geben, wenn Israel nur aufhören würde militärisch zu agieren, wird die existenzielle Bedrohung des jüdischen Staates unterschätzt, ausgeblendet oder ignoriert. Für Israel Position zu beziehen, heißt sich gegen die antizionistische und antisemitische Mobilisierung zu wehren. Dafür gehen wir heute auf die Straße! |
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