ANTIFA an der TU Berlin
>> Transparent erregt Missfallen der TU-Leitung!

Ein Transparent von uns, angebracht am Mathegebäude zum Thema Rüstungsforschung erregte das Missfallen einiger Profs an der TU, so dass die Leiung der TU das Transparent entfernen liess. Da unsere Beschwerde darüber keinen Erfolg zeitigte verfassten wir eine Presseerklärung, die ebendies kritisierte. So leicht lassen wir uns nicht unterkriegen. Für uns zeigt dieses Verhalten einmal mehr, dass Profs und Studis unterschiedliche Interessen haben und das Thema Rüstungsforschung notwendigerweise auch von unserer Seite bearbeitet werden muss. Die Presseerklärung ist hier im folgenden dokumentiert:

Presseerklärung

TU Berlin räumt auf!

Am Montagnachmittag, den 04. Juli ließ die Leitung der Technischen Universität Berlin ein Transparent mit folgender Aufschrift von einem Lehrgebäude entfernen:

Technische Hochschule Charlottenburg: 1933-1945 Rüstungsforschung im NS

TU Berlin: 2005 Rüstungsforschung in der EU?

www.antifa-tu-berlin.tk

Dieses Transparent ist Bestandteil einer Transparentreihe zum 60. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und wurde von der Leitung der TU genehmigt. Offensichtlich erregte es jedoch das Missfallen der TU-Leitung, so dass diese zu einer solch undemokratischen Maßnahme griff. Wir, die Antifaschistische Gruppe an der TU, protestieren auf das Schärfste gegen diesen Vertrauensbruch durch Verantwortliche der TU Berlin. Für uns zeigt dies nur, dass ein demokratischer Umgangston an der TU noch immer keine Selbstverständlichkeit ist und sich stattdessen in Abwehrreaktionen geübt wird. 60 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust durch den Sieg der Alliierten über Nazideutschland scheint die TU Berlin noch immer kein adäquates Verhältnis zur Vergangenheit ihrer Vorgängerin, der Technischen Hochschule Charlottenburg, gefunden zu haben. An der TH Charlottenburg wurde spätestens seit 1933 kriegswichtige Rüstungsforschung betrieben. Trotzdem ist es heute möglich, dass an Heinrich von Pierer, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG (09.07.2004), sowie an Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender der Thyssen Krupp AG (15.07.2004), die Ehrendoktorwürde der TU verliehen wird. Beide Konzerne können heute getrost als Rüstungsfirmen bezeichnet werden. Eben dieser geschichtsvergessene Umgang war es, der uns auch die Frage der Rüstungsforschung an der TU kritischer in Augenschein nehmen ließ. Kaum, dass wir die Frage in Form eines Transparents aufgeworfen haben, macht die Haltung der TU-Leitung schon deutlich, dass derlei Fragen nicht erwünscht sind. Wenn sich die TU nichts vorzuwerfen hätte und sich ernsthaft um die Einhaltung des Beschlusses des Akademischen Senats Nr. 3/343 vom 29.5.91 bemühen würde, der betont, dass keine Rüstungsforschung an der TU betrieben werden darf, hätte sie dann solche Reaktionen nötig? Wir fragen uns, was die TU-Leitung zu verstecken hat oder was sie befürchtet, das passieren könnte. Wir denken, es kann allerhand passieren, wenn schon der Präsident der TU, Herr Kutzler, den Iran als ein modernes, weltoffenes Land beschreibt. Wer solche politischen Vorstellungen hat, dem ist in Sachen Rüstungsforschung wohl kaum die nötige Sensibilität zuzutrauen. Wir werden auch weiterhin kritisch unsere Meinung äußern und lassen uns durch solche Willkürmaßnahmen nicht abhalten, das zu tun, was nötig ist.

Für weitere Informationen oder zur Beantwortung eventueller Fragen wenden Sie sich bitte an folgende Email-Adresse:

antifa_tub@yahoo.de

oder schauen Sie auf unsere Homepage unter:

www.antifa-tu-berlin.tk

Antifaschistische Gruppe an der TU Berlin am 06. Juli 2005

>> Transparentaktion gegen das Vergessen

Wir sind gerade dabei eine Transparentaktion zum 60sten Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus zu machen. In diesem Rahmen entwerfen wir alle ein bis zwei Wochen Transparente, auf denen verschiedene Aspekte thematisiert werden, die heute gerne verschwiegen werden oder in Vergessenheit geraten sind.

Zu diesem Zweck wollen wir an den Transpi-Wänden am Hauptgebäude und am Mathegebäude der TU Berlin selbstgestaltete Transparente anbringen. Diese sollen dann wöchentlich oder zwei-wöchentlich gewechselt werden - je nach aktueller Gegebenheit:

Bisherige Transparente waren:

  • Danke den Allierten BefreierInnen - 60 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus
  • Mobilisierung gegen die Nazidemo vom 8.Mai
  • Ankündigung zur Infoveranstaltung "Der Nazis neue Kleider" .. mehr ..
  • Rüstungsforschung an der TU Berlin .. mehr ..
>> Infoveranstaltung war ein voller Erfolg

Die Infoveranstaltung war ein voller Erfolg. Ca. 60 interessierte ZuhörerInnen haben sich im Mathegebäude eingefunden um etwas über die Geschichte der Imageänderung und das neue Outfit der radikalen Rechten zu erfahren. Vielen Dank nochmal an den Referanten des apabiz.ev (antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin) für den gelungenen Vortrag!

>> Veranstaltung - Des Nazis neue Kleider

Nazis im Skate-look mit Piercings und Baggy-pants? Oder mit langen Haaren und zotteligem Bärtchen? Mit Pali-tuch um den Hals und Che auf dem T-Shirt? Wer jetzt an verkehrte Welt denkt, sollte unbedingt die Infoveranstaltung des Antifa-Referats der TU, der Antifa TU und des apabiz.ev (antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin) besuchen.

Denn dass sich Nazis schon seit längerem versuchen unauffälliger und moderner zu kleiden ist zwar bei antifa-gruppen bekannt, jedoch denkt die breite Schicht der Öffentlichkeit, dass Rechtsextremisten noch an Glatze, Springerstiefel und Bomberjacke zu erkennen seien. Ein Referent des APABIZ wird hierzu am 18.05.2005 um 16.00 Uhr ausführlich informieren und auf die Gefahren dieses neuen Trends bei Neonazis hinweisen. Anschließend wird es eine Diskussion geben.

:: 18.Mai, 16:00h TU Berlin, MA004 ::









Der Berlin-Brandenburger
Nazi-Aktivist Sebastian Schmidtke
auf einer Neonazi-Demonstration
in Berlin.